Baumgeschichten - Jürgen Schuller

Baumgeschichte des Monats

Uralte Stieleiche
Uralte Ulvedalsegen - Eiche in der Nähe von Kopenhagen

Brücke zum Traum.
Ein ungewöhnlicher Titel für die erste Baumgeschichte zum neuen Jahr? Lasst Euch überraschen. Uralte Stieleiche

 

Zuallererst möchte mich bei allen Leserinnen und Lesern der Baumgeschichten, bei allen die an den Baumhistorischen Kulturspaziergängen teilgenommen haben und bei allen, die meinen Baumgeschichtenkalender 2019 so begeistert aufgenommen haben, herzlich bedanken.

Zeit, innezuhalten und zurückzublicken zum Anfang der Baumgeschichten. Ich mag Euch heute gerne erzählen, wie die Baumgeschichten im Vorfrühling 2018 ihren Anfang genommen haben.
Die Geschichte handelt also diesmal von einem Weg, genauer gesagt von meinem Weg zu den Baumgeschichten und vor allem von einem Brückenschlag im vergangenen Jahr, den es dafür gebraucht hat.
Ein Weg, der mich übrigens im Dezember 2018 auch zu dieser vielleicht 1000 Jahre alten Stieleiche in Dänemark führen sollte. Uralte Stieleiche
Ich habe Euch schon erzählt, wie wichtig Bäume seit frühester Kindheit für mich sind und wie es mich erfüllt, mit den Baumgeschichten die Faszination für diese wunderbaren Lebewesen weiterzutragen.

"etwas mit Bäumen" machen zu wollen, und diesem Wunsch auch Form zu geben, ist nicht das gleiche. Förster? Biologe? Landschaftsarchitekt? Biologiestudium und Biologielehrer am Gymnasium sollten es schließlich werden. Heute unterrichte sehr gerne die jungen Menschen und begeistere sie für die Natur. Und doch werden mir meine BerufkollegInnen bestätigen, dass die Beschäftigung mit Bäumen nur einen kleinen Teil des pädagogischen Kerngeschäfts ausmacht.
Das ist die eine Seite. Die andere Seite nenne ich mal, die Erfordernisse des Alltagslebens zu bewältigen. Im Laufe der Jahre ist die Frage, welche Rolle die Bäume in meinem Leben spielen sollten, immer mehr in den Hintergrund getreten.
Verschiedene Rollen wollten ausgefüllt und koordiniert sein: die Rolle als Lehrer, die Rolle als allein erziehender Vater zweier wunderbarer Kinder, die Rolle als Hausvorstand – Hausmeister – Reinigungskraft. Uralte Stieleiche usw.

Ein gemeinsamer Waldspaziergang mit meiner Freundin Lea im Februar 2018 brachte dann einen entscheidenden Impuls und die Bäume mit aller Kraft zurück in mein Leben.

Deshalb möchte ich mich hier herzlich bei Lea bedanken und den Anteil würdigen, den sie mit ihrem Coaching am Entstehen der Baumgeschichten hatte. Dafür, dass sie mir quasi die Schlüssel in die Hand gegeben hat, meinen eigenen Traum überhaupt zu spüren und konsequent zum Leben zu erwecken.
Auf diesem Spaziergang hat mir Lea nämlich ihr neues Coaching Programm "Brücke zum Traum" www.leasimone.at/brücke-zum-traum/ vorgestellt. Bereits einige Satzanfänge, die ich vollenden sollte, haben mich zu meinen Kernthemen geführt und ich wollte unbedingt mehr ausprobieren. Noch bevor der Spaziergang zu Ende war konnte ich erste Schritte über die Brücke zum eigenen Lebenstraum gehen. Weitere Spaziergänge und plötzlich sich auftuende Erkenntnisse und starke neue Blickwinkel folgten Schlag auf Schlag. Lea hat mich wie ein Detektiv dabei begleitet, meine innersten Beweg- und Hinderungsgründe aufzudecken. Einer der Kerngedanken von Brücke zum Traum ist, dass wir in Beziehung viel kraftvoller lernen als alleine. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Lea viel mehr ist als ein Coach im üblichen Sinn. Ein echtes zugewandtes Gegenüber, und auch mal Sparring Partner. Uralte Stieleiche Wir lernen in Beziehung oder gar nicht – dieser Satz von Gerald Hüther wurde wirklich zum Leben erweckt. Jetzt beim Schreiben merke ich, wie schwierig es ist, meine intensiven Erfahrungen in Worte zu fassen. Am liebsten würde ich einfach schreiben: man muss es selbst erleben!

Um es also kurz zu machen, in den folgenden Wochen hat mich Lea als Coach begleitet und Mitte Februar stand das Konzept der Baumgeschichten und der Baumhistorischen Kulturspaziergänge. Jetzt scheint mir das so selbstverständlich, damals konnte ich es kaum glauben.

Warum habe ich für diesen Post die zweitälteste Eiche Dänemarks ausgewählt? Ulvedalsegen, wie sie ehrfürchtig seit Jahrhunderten genannt wird hat mich tief beeindruckt. Die imposante Stieleiche ist zerklüftet und von ihrem sehr langen Leben gezeichnet und dennoch geht von ihr eine unbeugsame Kraft aus, mit sie stark und vital den Elementen trotzt. Und irgendwie steht die alte Eiche mit ihren über 11 Meter Umfang messenden gespaltenen Stamm auch für die Kluft, die wir oft in uns tragen. Die Kluft zwischen unserem Standort und dem Ziel zu dem es uns hinzieht.

Das Jahr 2019 liegt nun vor uns und ich wünsche uns allen, ein gesundes, lebendiges und erfolgreiches Neues Jahr. Ein Jahr in dem wir uns wie Ulvedalsegen nicht unterkriegen lassen und die Brücken zu unseren Träumen finden dürfen.
Euer Jürgen

Faszinierende Bäume

Regelmäßig veröffentliche ich  in meinem Blog Interessantes aus Biologie, Mythologie und von den unzähligen berührenden Geschichten, die sich zwischen Mensch und Baum zutragen

Ein alter Baum. Große Roteiche in der Eremitage in Bayreuth
Amerikanische Roteiche in der Eremitage in Bayreuth.
Natürlich poste ich hier auch alle relevanten Infos zu meinen Veranstaltungen, wie z.B. zu den `Baumhistorischen Kulturspaziergängen`, zum Baumgeschichten Kalender oder zu anderen aktuellen Projekten!

"Pflanz einen Baum, und kannst du auch nicht ahnen,  wer einst in seinem Schatten tanzt, bedenke Mensch: Es haben deine Ahnen, eh' sie dich kannten, auch für dich gepflanzt!" (Max Bewer)